Die Methode Oberhauser, immer nur zu sagen 'Das war nicht die Anwort auf meine Frage', ist simpel, ist erfolgreich, aber es gibt dramaturgische Grenzen. Sie müssen als Interviewer, unabhängig vom Interview selber, dem Zuschauer auch signalisieren: Sie haben zugehört und sind draufgekommen, daß er nicht geantwortet hat. Es gibt für mich nichts Schlimmeres als 600.000 oder 700.000 Zuschauer, die wissen, der hat die Frage nicht beantwortet, und der Einzige, der es offenbar nicht weiß, ist der Moderator, weil er auf den Zettel schaut und mit der nächsten Frage weitergeht. Ich habe Interview ja auch lernen müssen, ich bin ja kein geborener Interviewer. Ich kann mich erinnern, als junger Reporter mußte ich einmal dem Finanzminster Androsch eine kontroversielle Frage stellen, weil dessen Steuererhöhung die Kleinen getroffen hat. Ich habe meinem Chef gesagt: 'Ich würde das gern machen, unter einer Bedingung: Ich hab den Vormittag frei zum Fürchten.'Er hat gesagt: 'Mittags gehst ins Finanzministerium. Vorher gehst dich füchten.'

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