Was verlangt ihr, Hunde, die Krieg nicht wollt, noch Frieden? Jener schreckt euch, und dieser macht euch frech. Wer euch vertraut, find't euch als Hasen, wo er Löwen hofft, wo Füchse, Gäns'. Ihr seid nicht sichrer, nein, als glühnde Feuerkohlen auf dem Eis, Schnee in der Sonne. Eure Tugend ist, den adeln, den Verbrechern niedergetreten, dem Recht zu fluchen, das ihn schlägt. Wer Größe verdient, verdient auch euern Haß, und eur'Verlangen ist eines Kranken Gier, der heftig wünscht, was nur sein Übel mehrt. Wer sich verläßt auf eure Gunst, der schwimmt mit bleiernen Flossen und haut mit Binsen Eichen nieder. Hängt euch! Euch traun? Ein Augenblick, so ändert ihr den Sinn und nennt den edel, den ihr eben haßtet, den schlecht, der euer Abgott war. Was gibt's, daß ihr, auf jedem Platz der Stadt gedrängt, schreit gegen den Senat, der doch allein zunächst den Göttern euch in Furcht erhält? Ihr fräßt einander sonst.

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