Johann Christian Friedrich HölderlinDem Einflusse des Meeres und der Luft widerstrebt der finstere Sinn umsonst.371ErfahrungTugend
Johann Christian Friedrich HölderlinEs ist fast nicht möglich, unverhüllt die schmutzige Wirklichkeit zu sehen, ohne selbst darüber zu erkranken.361Rat
Johann Christian Friedrich HölderlinWas ist die Weisheit eines Buchs gegen die Weisheit eines Engels?372Natur
Johann Christian Friedrich HölderlinDer echte Schmerz begeistert. Wer auf sein Elend tritt, steht höher. Und das ist herrlich, daß wir erst im Leiden der Seele Freiheit fühlen.372Mensch
Johann Christian Friedrich HölderlinZu wem so laut das Schicksal spricht, der darf auch lauter sprechen mit dem Schicksal.362ErfahrungNatur
Johann Christian Friedrich HölderlinOpfere nie dein Gewissen der Klugheit auf. Aber sei klug.351Mensch
Johann Christian Friedrich HölderlinEs kann nichts wachsen und nichts so tief vergehen, wie der Mensch.373Tugend
Johann Christian Friedrich HölderlinVon Kinderharmonie sind einst die Völker ausgegangen, die Harmonie der Geister wird der Anfang einer neuen Weltgeschichte sein.362ErfahrungJugend
Johann Christian Friedrich HölderlinSeliges Tal des Rheins! Kein Hügel ist ohne Weinstock, Und mit der Traube Laub Mauer und Garten bekränzt, Und des heiligen Tranks sind voll im Strome die Schiffe, Städt'und Inseln… ▶351Familie
Johann Christian Friedrich HölderlinWer Äußerstes leidet, dem ist das Äußerste recht.363LebenLiebe
Johann Christian Friedrich HölderlinNimm mich, wie ich mich gebe, und denke, daß es besser ist zu sterben, weil man lebte, als zu leben, weil man nie gelebt!352GlückJugend
Johann Christian Friedrich HölderlinO heilig Herz der Völker, o Vaterland! Allduldend gleich der schweigenden Mutter Erd'und allverkannt, wenn schon aus deiner Tiefe die Fremden ihr Bestes haben.341GefahrMutTugend
Johann Christian Friedrich HölderlinZu lang schon walltest über dem Haupte mir, Du in der dunklen Wolke, du Gott der Zeit. Zu wild, zu bang ist's ringsum, Und es trümmert und wankt, ja, wohin ich blicke. Ach! Wie ei… ▶375Tugend
Johann Christian Friedrich HölderlinVoll mit Rosen ist schon droben der leuchtende Schnee.331Verhalten
Johann Christian Friedrich HölderlinTrennen wollten wir uns, wähnten es gut und klug. Da wir's taten, warum schröckt'uns, wie Mord, die Tat? Ach! Wir kennen uns wenig; denn es waltet ein Gott in uns.331GefahrGesellschaftLeben
Johann Christian Friedrich HölderlinMan schämt sich seiner Sprache. Zum Tone möchte man werden und sich vereinen in einen Himmelsgesang.342GefahrGesellschaftJugend
Johann Christian Friedrich HölderlinEines zu sein mit allem, was lebt, in seliger Selbstvergessenheit wiederzukehren ins All der Natur, das ist der Gipfel der Gedanken und Freuden, das ist die heilige Bergeshöhe, de… ▶353GlückJugend
Johann Christian Friedrich HölderlinEinmal lebt ich wie Götter, und mehr bedarf's nicht.331Jugend
Johann Christian Friedrich HölderlinSo kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden.321FamilieJugendVerhalten
Johann Christian Friedrich HölderlinOh wie hatten die alten Tyrannen so Recht, Freundschaften wie die unsere zu verbieten! Da ist man stark wie ein Halbgott und duldet nichts Unverschämtes in seinem Bezirke!376Gesellschaft
Johann Christian Friedrich HölderlinMuß denn der Mensch an Gewandtheit der Kraft und des Sinnes verlieren, was er an vielumfassendem Geiste gewinnt? Ist doch keines nichts ohne das andere!354Tugend
Johann Christian Friedrich HölderlinIch sehe, was notwendig ist, und weil ich es sehe, so soll es auch werden.354TugendWeisheit
Johann Christian Friedrich HölderlinIch glaube, daß dies das Eigentum der seltenen Menschen ist, daß sie geben können, ohne zu empfangen, daß sie sich auch am Eise wärmen können.321ErfahrungTugendZeit
Johann Christian Friedrich HölderlinEin jeder treibt das Seine - nur muß er es mit ganzer Seele treiben.321NaturVerhaltenWeisheit
Johann Christian Friedrich HölderlinIch baue meinem Herzen ein Grab, damit es ruhen möge; ich spinne mich ein, weil überall Winter ist; in sel'gen Erinnerungen hüll ich vor dem Sturme mich ein.343ErfahrungLiebe
Johann Christian Friedrich HölderlinNot und Angst und Nacht sind eure Herren. Die sondern euch, die treiben euch mit Schlägen aneinander.332LebenLiebeMensch
Johann Christian Friedrich HölderlinRechne die unvollkommenen Tage zusammen, so kommt eine Summe Freude und Leben heraus!355NaturVerhaltenZeit
Johann Christian Friedrich HölderlinIch fürchte mich nicht vor dem, was zu fürchten ist, ich fürchte mich nur vor der Furcht.377GlückRatZeit
Johann Christian Friedrich HölderlinDer Mensch ist aber ein Gott, sobald er Mensch ist. Und ist er ein Gott, so ist er schön.311Jugend
Johann Christian Friedrich HölderlinDas macht uns arm bei allem Reichtum, daß wir nicht allein sein können, daß die Liebe in uns, solange wir leben, nicht erstirbt.322Rat